Der Newsletter zum Thema Medien in Schleswig-Holstein
herausgegeben von
Filmkultur Schleswig-Holstein e.V.



Impressum
Letztes Update:
24. Januar 2022 - 13:39

Es ist alles wahr: „Star Wars“-Dokumentationen – Eine Auswahl

Ein definitiv Gutes an nachhaltigen Populärkultur-Phänomenen? Man kann hervorragend die über die Jahrzehnte veränderte Perspektive auf das Objekt der Begierde beobachten, und meist existieren rund um die wirklich großen Pop-Ikonen sämtliche Spielarten der medialen Verwertung und (populär-) wissenschaftlichen Analysen. Ob Elvis, die Beatles oder die Marvel- und DC-Superhelden: Der Reichtum an Veröffentlichungen und Wiederveröffentlichung kennt keine Grenzen, und das Interesse an Sekundärliteratur und Dokumentationen scheint nicht abzureißen.

Das trifft insbesondere auf die Filme der „Star Wars Saga“ von George Lucas zu, die schon Ende der 70er Jahre eine Revolution im Film-Merchandising-Geschäft auslösten, bzw. überhaupt erst den Weg dafür ebneten. Heute ist die Space-Familien-Saga die Blaupause für erfolgreiche Blockbuster-Franchises, und in ihrem kommerziellen Erfolg bleiben die Filme dabei unübertroffen. Neben Action-Figuren, Kinderspielzeug, Kostümen in den frühen Jahren gab es bald Bücher, Comic-Serien und später Konsolenspiele. Keine Comic-Con ohne Star-Wars-Charaktere, und natürlich gibt es längst komplett gewidmete Conventions. Heute werden die Pop-Phänomene von den Stätten der Hochkultur auch nicht mehr als reine Unterhaltungskunst verdammt. Längst haben angesehene Museen die Filmkunst anerkannt und öffnen sich mit wenig Vorbehalt der Popkultur. Sehr erfolgreich läuft z.B. in diesen Jahren die Ausstellung „Star Wars: Identity“ rund um den Globus.

Zum Start der achten Episode „Star Wars: The Last Jedi“ (Rian Johnson, USA 2017) werfen wir einen Blick auf einige Dokumentationen und Dokumentarfilme, die sich mit dem Star Wars-Universum beschäftigen. Und hier kommt der eingangs erwähnte Vorteil eines Populärkultur-Phänomens zum Tragen: Bereits nach dem Erfolg des ersten Films „Star Wars: A New Hope“ (George Lucas, USA 1977) wurde ein für damalige Verhältnisse ausführliches und aufwendiges „The Making Of Star Wars“ für das Fernsehen produziert. Während 1977 ein Making-Of nachträglich und auf Basis des enormen Erfolges in Frage kam, werden heute tagesaktuelle „Production Diaries“ im Web veröffentlicht und die Making-Ofs, Featurettes und Behind-The-Scenes für die spätere Auswertung auf Datenträgern oder als Fernseh-Special bereits im Vorfeld geplant.

Im Falle von Star Wars gibt es aber auch unabhängige Dokumentarfilme über Teilaspekte des kulturellen Phänomens, die Fankultur, einzelne Schauspieler oder selbst die Statisten. Ein kleinen Querschnitt davon möchten wir vorstellen und empfehlen. Wir beginnen mit einer relativ aktuellen TV-Dokumentation zum Einsteigen, arbeiten uns dann chronologisch durch das Making-Of-Genre, um zum Schluss ein paar Dokumentarfilme hervorzuheben. Viel vergnügen beim Sichten!

P.S.: Die Star-Wars-Saga hat wahrscheinlich die meisten Fan-Filme und Parodien ever provoziert und möglicherweise sogar das Genre als solches. Ein unüberschaubares Feld, aus dem wir vielleicht anlässlich des nächsten Star-Wars-Films ein paar Highlights vorstellen.

Star Wars: A Definitve History (Mark Adderley, 2015)


„Star Wars: A Definitve History“ ist sicher genau das nicht, was der Titel verspricht: definitiv. Die ca. 45-minütige Dokumentation, die zum Start von „The Force Awakens“ (J.J. Abrams, USA 2015) für das britische Fernsehen produziert wurde, ist natürlich viel zu kurz, um wirklich in die Tiefe gehen zu können. Dafür liefert Mark Adderley in nicht einmal einer Stunde Sendezeit reichlich Informationen für den Einsteiger in die Star-Wars-Filmgeschichte. Der Schwerpunkt liegt auf der alten Trilogie, die Prequels werden kurz abgehakt, um dann an Episode VII anzudocken. Immerhin bietet die Kurz-Doku die Produzenten Gary Kurtz und Robert Watts als Interviewpartner sowie etliche Kreative aus dem Produktionsteam der legendären, ersten drei Filme. Auch ein paar nicht so bekannte Fun-Facts werden eingestreut, die Sichtung lohnt sich also auch für Kenner des Star-Wars-Universums.

The Making Of Star Wars (Robert Grunette, 1977)


Die erste offizielle Star-Wars-Doku, ein TV-Special für das amerikanische Fernsehen, moderiert von, ja, R2-D2 und C-3PO. Das hat Charme. Die 50 Minuten sind dem ersten Star Wars-Film und seinem phänomenalen Erfolg gewidmet. Man merkt der Dokumentation noch den offenen Mund des Staunens an: Die langen Schlangen vor den Kinos und die manische Begeisterung der Fans eröffnen diese durchaus substantielle Dokumentation. George Lucas erklärt seine Idee für ein good-old-fashioned Swashbuckle-Abenteuer mit Flash-Gordon-Einflüssen im modernen Sci-Fi-Gewand. Die bahnbrechende Special-Effects-Arbeit werden angemessen einfach erklärt, und es gibt reichlich Behind-The Scenes-Material zu sehen. Regisseur Robert Grunette machte seine Sache so anständig, dass er auch für die nächsten beiden Episoden der Trilogie die offiziellen Making-Of-Features „SPFX: The Empire Strikes Back“ (1980, moderiert von Mark Hamill) und „Classic Creatures: Return Of The Jedi“ (1983, moderiert von Carrie Fisher) beisteuerte. Alle drei sind auf der dritten (!) Bonusmaterial-Blu-Ray der Complete-Saga-Box zu finden. Aber auch auf YouTube wird man fündig.

The Empire Of Dreams – The Story Of The Star Wars Trilogy (Kevin Burns, Edith Becker, 2004)


Heute nicht mehr offiziell verfügbar (aber auf YouTube natürlich noch präsent), ist die 150-minütige Dokumentation „The Empire Of Dreams“, die im Zuge der Special Edition der alten Trilogie veröffentlicht wurde und auf der Special-Edition-DVD-Box zu finden war. Die Dokumentation geht ausführlich auf die prägenden frühen Jahre in George Lucas’ Biografie und die populär-kulturellen Einflüsse auf „Star Wars“ ein. Auch die gesellschaftspolitische Situation der 70er Jahre, die Verunsicherung und Spannungen während und nach dem Vietnam-Krieg und die Auswirkung auf die Filmstoffe werden betrachtet. Im Abstand von mehr als 20 Jahren werden Zusammenhänge klarer und Erklärungen für den Erfolg der Saga einfacher: „Star Wars: A New Hope“, mit seinem klaren Schwarz-/Weiß-Feindbild, der un-zynischen Erzählweise und dem klassischen Happy-End war ein Gegenentwurf zu den an den bitteren sozialen und politischen Realitäten orientierten New-Hollywood-Dramen und den toughen oder zynischen Cop- und Racheballaden a la „Ein Mann sieht rot“. „Empire Of Dreams“ wird allerdings dann zunehmend uninteressant, wenn er sich wieder mehr den Produktions-Anekdoten widmet, statt sein eigenes Phänomen zu analysieren.

Building Empire: A Filmumentary (Jamie Benning, 2006)


Ein Schritt zur Seite: Fan-Boy Jamie Benning erfindet quasi ein eigenes Sub-Genre des Making-Of: Die „Filmumentary“. Ein schönes Beispiel ist seine zweite Arbeit „Building Empire“ von 2007. Als Grundlage oder Timeline nimmt Benning den originalen Film und überlagert ihn mit Interviewsequenzen, Bildmaterial aus nicht mehr verfügbaren Behind-The-Scenes-Featurettes oder den Panels von Comic-Adaptionen des Films. Heraus kommt quasi ein multimedialer Commentary-Track. Das ist zunächst eine originelle und originäre Idee, wird aber eher nur Fans bei der Stange halten. Trotzdem ist sein Projekt (Benning hat auch Filmumentaries für die Episoden V und VI auf YouTube veröffentlicht) zumindest einen Blick wert. Erstaunlich ist, dass Lucasfilm die Monumentaries nicht unterbunden hat. Aber George Lucas geht ohnehin oft sehr großzügig mit den Rechten, um, wenn es sich um nicht-kommerzielle Fanprojekte handelt.

Star Wars Tech (Rick Hull, 2007)


Hat Star Wars auch die Entwicklung von Technologie beeinflusst und wenn ja, konnten Lucas’ technische Zukunftsvisionen bereits umgesetzt werden? Das ist eine Frage, die schon viel früher und möglicherweise mit mehr Berechtigung zu den „Erfindungen“ der „Star Trek“-Serie gestellt wurde. Die gesellschaftliche und eben auch technische Entwicklung einer Zivilisation stand schon immer im thematischen Mittelpunkt von Star Trek. Star Wars hingegen interessiert sich gar nicht für die Wechselwirkung von Technologie und Gesellschaft. Technische Möglichkeiten sind gegeben und werden lediglich als Schauwerte behandelt. Dennoch nimmt diese kurze TV-Doku die Frage auf und schaut sich computergesteuerte Prothesen (Lukes Hand) oder das Lichtschwert genauer an. Die Doku ist im Bonusmaterial der Complete-Saga-Box enthalten.

The Beginning: Making Of Star Wars Episode I – The Phantom Menace (John Shenk)


Sehr bedauerlich, dass es diese Mischung aus Making-Of und Behind-The-Scenes nicht von der DVD-Ausgabe in die Blue-Ray-Box geschafft hat. Warum das so ist, bleibt das saure Geheimnis von Lucasfilm, die überhaupt über die Jahre immer wieder Making-Ofs in der Versenkung verschwinden ließen und lassen. Ärgerlich für den Komplettisten, der weiterhin seinen Laserdisc-Player in Schuss halten muss. Aber dank des Internets kann man auch an der Stelle einfach mal loslassen. Diese Dokumentation ist deshalb erwähnenswert, weil sie eine wunderbare Aufbruchstimmung vermittelt. Noch einmal steigt George Lucas als Filmpionier in den Ring und schöpft die technischen Möglichkeiten Ende der 90er Jahre und rund 20 Jahre nach dem Erstling erneut voll aus. Über die Prequels werden sich verschiedene Genrationen von Fans weiterhin die Köpfe heiß reden. Zu sehen, mit wie viel Elan das junge Team von Kreativen zusammen mit den Pionieren eine neue Trilogie entwirft, macht einfach Spaß. Zudem hat „The Beginning“ den angenehmen Appeal eines Beobachtenden, der das übliche Komplimentiergeschwafel angenehm vermissen lässt.

Secrets Of The Force Awakens: A Cinematic Journey (Laurent Bouzerau, 2016)


Die jüngste der offiziellen Star-Wars-Dokumentationen erschien mit der Heimkino-Veröffentlichung von „The Force Awakens“ (J. J. Abrams, USA 2015) und wurde auch ausschließlich genau dafür produziert. Spätestens hier spürt man, dass Disney das Ruder auch bei allen Nebenprodukten nicht nur übernommen, sondern umgeschlagen hat. Die Star-Wars-Maschinerie ist sich ihres eigenen Mythos vollends bewusst geworden, und die Geburt eines neuen Mythos wird von vornherein medial begleitet. Kein Interview, das nicht die Verantwortung erwähnt, die man gegenüber dem Gral der ursprünglichen Trilogie hat. Kein Interview, das nicht den außerordentlichen Druck betont, unter dem gearbeitet wird, um den Vorstellungen von – ja wem eigentlich genau? – gerecht zu werden. Konzeptionell und ästhetisch möchte man sich möglichst dicht an der alten Trilogie orientieren. So viele Kreative der ersten Stunde wie möglich werden in die Produktion einbezogen, um Kontinuität zu gewährleisten. Die Dokumentation selbst bezeugt und erzeugt gleichzeitig den Nostalgiefaktor, der alle bisherigen Fan-Generationen ins Kino ziehen soll. Leider muss der Rezensent zugeben: die Rechnung geht auf. Wer nach Episode VII und/oder dieser Doku keine Träne im Augenwinkel hat, ist kein Star-Wars-Fan. Einer jedoch taucht in dieser Dokumentation lediglich auf, um sich kommentarlos in den Ruhestand zu verabschieden: George Lucas.

Star Warriors (Lewis Coz, 2007)


Wer schon immer mal wissen wollte, was für Menschen sich freiwillig in Stormtrooper-Uniformen zwängen und sich auf kilometerlange Parademärsche in der prallen Sonne freuen wie Zehnjährige auf den Weihnachtsmann, findet in „Star Warriors“ die lang ersehnte Antwort. Lewis Coz portraitiert eine Reihe von Stormtrooper-Cosplayern der weltweit operierenden „501st Legion“, in der sich Star-Wars-Kostüm-Fans organisieren. Sie treffen sich auf Conventions, klar, aber entfalten insbesondere verschiedenste Wohltätigkeits-Aktivitäten. Das hat schon etwas sehr Rührendes, wenn ein Stormtrooper im Kinderkrankenhaus die Kleinen zum Staunen bringt. Und auch hinter der Motivation mancher Cosplayer steckt eine herzerweichende Geschichte. „Star Warriors“ verschafft auf jeden Fall ein etwas besseres Verständnis für den echten Hardcore-Fanboy. Der abendfüllende Dokumentarfilm findet sich als exklusive Veröffentlichung auf der Complete-Saga-Box.

The People vs. George Lucas (Alexandre O. Philippe, 2010)


Wenn man den Fan-Kult um Star Wars verstehen möchte, sollte man sich diese Dokumentation unbedingt anschauen. „The People vs. George Lucas“ konzentriert sich ganz auf die besondere Hass-Liebe zwischen George Lucas und den Hardcore-Fans des Star-Wars-Universums. Der Dokumentarfilm schildert zunächst die kulturellen Einflüsse auf Lucas, um dann mittels zahlreicher Interviews die zunächst bedingungslose Verehrung von George Lucas zu erklären, die spätestens mit dem Erscheinen von „Star Wars Episode I: The Phantom Menace“ in Enttäuschung, harsche Kritik und teilweise offene Konfrontation mit dem Schöpfer der Fantasy-Welt umschlug. Was war geschehen? Es begann mit der „Star Wars Special Edition“ (1997), der digitalen Restaurierung der drei Filme und der gleichzeitigen Änderung von Bildinhalten. George Lucas wollte nachträglich seine ursprünglichen Visionen der Star-Wars-Welten mit Hilfe aktueller CGI-Technik umsetzen. Die Hardcore Fans erwiesen sich als Puristen, die die originalen Filme zwar gerne restauriert, aber nicht inhaltlich verändert sehen wollten. Mehr „X-Wing-Fighter“ beim Angriff auf den Todesstern, mehr (digitale) Kreaturen in dem Wüstenkaff „Mos Eisley“: das gefällt den Fans nach wie vor überhaupt nicht. Obendrein korrigiert Lucas das berüchtigte Duell in der „Cantina“ und lässt Han Solo (Harrison Ford) nun als Zweiten schießen, während er im Original als erster (und einziger) abdrückt, um sich des Kopfgeldjägers zu entledigen. Diese Kaltblütigkeit lieben die Fans natürlich an der Figur des Weltraum-Schmugglers, doch Lucas wollte die moralische Ambivalenz aus dem Gedächtnis seiner Filmgeschichte löschen. Und da hört der Spaß bei den Fans auf, denn mit der Veröffentlichung der Special Edition (und den späteren, nochmals überarbeiteten Versionen von 2007) verschwinden die Originale praktisch für immer. Nur auf massiven Druck der Fans und nur für kurze Zeit veröffentlichte Lucasfilm eine lieblose DVD-Edition der alten Kinofassungen.

„The People vs. George Lucas“ stellt die Frage nach dem Eigentum eines einmal veröffentlichten Kunstwerks. Gehört es nach wie vor dem Künstler, des es nach auch nachträglich verändern darf, oder der Allgemeinheit, in diesem Fall den fanatischen Verehrern? Für den Dokumentarfilm wurden Statements aus über 600 Stunden Interviewmaterial ausgewählt und viele der fantastischen Fan-Filme zitiert. Auch wenn es in dem Sinne zu keiner Versöhnung zwischen den Fans und George Lucas kam, müssen auch die Kritiker zugeben, dass Lucas außergewöhnlich großzügig mit den Urheberrechten an seinem geistigen Eigentum umgeht und den Fans praktisch freie Hand bei allen nicht-kommerziellen Projekten gewährt. Man wird abwarten müssen, wie sich der Disney-Konzern nach dem Kauf von Lucasfilm diesbezüglich verhalten wird. Wahrscheinlich ist wohl, dass Disney diese Politik beibehält, wohl wissend, dass sie das Mega-Geschäft mit dem Franchise insbesondere den Fans und Ultra-Nreds zu verdanken haben. Sie machen letztendlich den Hype. Deshalb wäre es nicht verwunderlich, wenn Disney nun doch die ursprünglichen Kinoversionen im HD und Ultra-HD-Format veröffentlicht. Die Fans würden dies begrüßen und natürlich kaufen ...

I Am Your Father (Marcus Cobotá, Toni Bestard, 2015)


David Prowse spielte in den Episoden IV bis VI Darth Vader, den ultimativen Bösewicht und eine Pop-Ikone, die fast jedes Kind kennt. Sein Gesicht bekamen wir nie zu sehen. Als Luke Skywalker Darth Vader die Atemmaske abnimmt, kam dahinter nicht David Prowse zum Vorschein, sondern ein anderer Schauspieler. Gesprochen wurde Darth Vaders markante tiefe Stimme ohnehin von dem amerikanischen Schauspieler James Earl Jones. Doch das ist noch nicht die ganze Tragik hinter David Prowse und seiner Rolle als Darth Vader: Weil er angeblich den bekanntesten Zwist der Filmgeschichte an die Presse verraten haben soll, wurde Prowse seit Jahrzehnten von Fox und Lucasfilm von allen offiziellen Star-Wars-Conventions verbannt. Marcus Cobotá und Toni Bestard erkunden in „I Am Your Father“ die ganze Wahrheit, wollen Prowse die verlorene Würde zurückgeben und ihm die Ehrung erweisen, die ihm gebührt. Ein bewegendes persönliches Schicksal hinter den Kulissen, kompetente Gesprächspartner und eine tolle, anrührende Idee zur Wiederherstellung von Gerechtigkeit machen diesen Dokumentarfilm absolut sehenswert. Läuft z. B. auf Netflix Deutschland.

Empfehlungen


Star Wars – The Complete Saga (9-Disc Blu-Ray-Box)


Während die so genannten „Prequels”, also die Star Wars-Episoden I-III seit ihrer Entstehung unverändert blieben, hat George Lucas die Original-Trilogie der Episoden IV-VI mehrfach technischen Überarbeitungen unterzogen. Die Filme wurden nicht nur digital restauriert, sie wurden für die Special Edition und erneuten Einsatz im Kino um CGI-Effekte und teilweise um Deleted Scenes ergänzt. Für die Veröffentlichung auf dieser Blu-Ray-Box wurden abermals Veränderungen vorgenommen und sogar Schauspieler digital ersetzt, um den nahtlosen Anschluss an die Prequels zu gewährleisten. In dieser Box ist nun der (vorläufig?) letzte Stand der Filme in bester Qualität enthalten. Dazu 3 Discs nur mit Bonusmaterial, insgesamt also 9 Discs. Eine Menge Film fürs Geld. Leider wurde die ursprüngliche Verpackung durch eine simplere Version ersetzt, ist aber auch Geschmackssache und letztlich nicht so entscheidend. Erhältlich z.B. bei Amazon.


Star Wars – Original Theatrical Edition (3 DVDs)


Nur widerwillig hat George Lucas für kurze Zeit digital restaurierte, aber unveränderte Versionen der ursprünglichen Kinoversionen von Episode IV-VI veröffentlicht. Als ob Lucas den Fans die Freude daran verderben wollte, gab’s die Filme nur auf DVD und im nicht-anamorphotischen Format. Fans haben das Material aufgegriffen und anamorphotische Versionen mit bis zu fünf (!) verschiedenen Tonspuren produziert. Zu den DVDs gibt es verschiedene Cover zur Auswahl, jeweils basierend auf den originalen Postermotiven. Gibt es natürlich nirgendwo zu kaufen. Muss man finden.

Die „The Making Of Star Wars“-Triologie von J.W. Rinzler (3 Coffee-Table-Bücher)


Die wahrscheinlich umfassendsten Kompendien in Buchform zur „alten“ Trilogie werden von vielen als definitiv gewertet. Entstanden mit Unterstützung von George Lucas und Lucasfilm und mit prominenten Vorworten (z.B. Peter Jackson) versehen, kann man mit diesen Büchern nichts falsch machen und hat erst einmal ein paar Jahre zu tun, um sich durchzuarbeiten. Die Produktionsnotizen sind wirklich erschöpfend detailliert und das Bildmaterial hervorragend kuratiert. Tolles Weihnachtsgeschenk. Tipp: über mehrere Jahre verteilen! Erhältlich z.B. bei Amazon.

(dakro)

Links