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Letztes Update:
8. Dezember 2018 - 18:11

Bereit für das Jugendfilmfest

Moritz Bolls „Abgetaucht“


Moritz Boll ist schon aufgeregt. Denn sein Kurzfilm „Abgetaucht“ wird beim Finale des diesjährigen Jugendfilmfests Schleswig-Holstein in einem Kino auf großer Leinwand laufen. „Das ist natürlich cool“, meint der 24-jährige Nachwuchsregisseur aus Kiel. Er freut sich sehr, an dem Filmfestival teilzunehmen, das extra für Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre ist.


Dreharbeiten zu „Abgetaucht“ (Foto: Moritz Boll)
Hier treffen junge Filmemacher zunächst auf dem Jugendhof Scheersberg bei Flensburg aufeinander, um ein Wochenende lang gemeinsam die 54 selbst produzierten Filme anzuschauen und darüber zu diskutieren. Anschließend fahren alle am Sonntag um 15 Uhr zum großen Finale im Studio Filmtheater in Kiel. Dort ist auch Moritz’ Film zu sehen. Darin erzählt er die Geschichte von der großen Liebe eines Vaters zu seiner Tochter. Mehr darf noch nicht verraten werden, sonst würde man spoilern – das heißt so viel wie „Spaß verderben“.

Um Spaß soll es gehen beim Jugendfilmfest. Gerade der enge Kontakt zu einander führt dazu, dass man andere Filmfans kennenlernt und sich neue Freundschaften bilden. Moritz hat auch viel Spaß an neuen Bekanntschaften und dabei, sich mit Freunden Geschichten auszudenken und sie zu verfilmen. Das war bei ihm schon immer so. Als er zehn war, bekam er eine Kamera, mit der er seine Lego-Figuren in Stopptrick filmen konnte. „Schnell hatte ich die Technik verstanden und konnte diese kleine Welt spielerisch in Bewegung setzen“, erinnert sich Moritz. „Zum Beispiel ließ ich einen Hubschrauber fliegen, indem ich ein großes Hintergrundbild mit Himmelmotiv Stück für Stück weiterzog und die Propeller weiterdrehte.“

Später wollte er richtige Menschen in Szene setzen und drehte mit Schulfreunden einen Film über Jugendliche, die von zu Hause ausgerissen sind. „Es war spannend, sich auszumalen, was diese Clique erlebt“, sagt Moritz. „Für diesen Film haben wir sogar die Schule geschwänzt.“ Das sollte man zwar nicht nachmachen, aber ansonsten kann man sich Moritz gut zum Vorbild nehmen. Er blieb immer am Ball – oder besser gesagt: an der Kamera – und verfolgt seinen Traum, ein großer Filmregisseur zu werden. Doch bevor es soweit ist, freut Moritz sich auf das Jugendfilmfest. Und vielleicht gewinnt er ja einen der Preise. (Sven Bohde)

(zuerst veröffentlicht auf der KiNa-Seite der Tageszeitungen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags – sh:z)