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Letztes Update:
16. Februar 2019 - 22:31

„Regina“ – Ein ungewöhnlicher Erklärfilm von Sarah Roloff

Erklärfilm, einmal anders: Das animierte Erklärvideo, das Sarah Roloff aka Studio Ranokel zum Thema „Persönliche Zukunftsplanung“ realisiert hat, gleicht eher einem Kurzfilm als einem klassischen Erklärvideo. Statt geballter Informationen begleitet der Zuschauer eine junge Frau, die aus ihrem Leben zwischen Arbeit in der Behindertenwerkstatt und Fußball-Gucken erzählt – und wie durch eine Zukunftsplanung alles in Bewegung gerät und ein heimlicher Traum zum Antrieb für einen Neuanfang wird.

Der für das Genre ungewöhnliche Zugang ergab sich für Sarah Roloff aus dem Thema selbst: „Für mich kristallisierte sich in den Vorgesprächen mit den Auftraggebern sehr schnell heraus, dass sich die große Kraft einer Zukunftsplanung aus der emotionalen Entwicklung des Planenden ergibt. Mit einem Kurzfilm ließ sich dieser Aspekt viel besser und emotional zugänglicher erzählen als mit einem sehr sachlichen klassischen Erklärfilm.“


So machte sich Sarah Roloff daran – fachlich beraten durch „Wunschwege“ von „Leben mit Behinderung Hamburg“ –, das Drehbuch zu entwickeln. Für sie war das auf der persönlichen Ebene ein Kreis, der sich schloss, denn sie machte viele Jahre Filme („Familie Rabel fährt in den Urlaub“ u.a.), bevor sie sich vor zehn Jahren entschloss, nach Hamburg zu gehen und sich ganz der Illustration zu widmen. Heute ist sie als Studio Ranokel selbstständig und hat sich darauf spezialisiert, Kunden mit komplexen Themen zu helfen, diese charmant und spielerisch zu kommunizieren.

In ihrer filmischen Arbeit war ihr immer eine erzählerische Leichtigkeit besonders wichtig, und von diesem Erfahrungsschatz profitierte nun auch der Erklärfilm, als sich Sarah Roloff daran machte, wieder Geschichten zu erzählen, Charaktere zu erfinden und Szenen auszugestalten. Gewahrt werden musste dabei immer der Spagat zwischen persönlicher und emotionaler Erzählung einerseits und dem Vermitteln bestimmter Sachinformationen andererseits. Außerdem sollte der Film für Menschen mit kognitiven Einschränkungen nachvollziehbar bleiben, gleichzeitig aber auch für alle anderen unterhaltsam sein.

Mit Josephine Goldberg fanden Sarah Roloff und „Leben mit Behinderung Hamburg“ in den eigenen Reihen eine tolle Laiendarstellerin, deren Stimme der Geschichte Lebendigkeit und Charakter verleiht und persönlich greifbar macht.

Mit dem Film machen die Auftraggeber „Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung“ und „Leben mit Behinderung“ über Homepage, Youtube und Social Media grundsätzlich auf Persönliche Zukunftsplanung aufmerksam. Darüber hinaus wird der Film auch genutzt, um in der persönlichen Beratung bereits Interessierte zu informieren.

Drehbuch/Regie/Animation: Sarah Roloff; Sprecherin: Josephine Goldberg; Auftraggeber: Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung in Zusammenarbeit mit Wunschwege | Leben mit Behinderung Hamburg. Info zum Film und Trailer unter www.studioranokel.de/regina.

(nach einer Produktionsnotiz von Sarah Roloff)