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8. November 2019 - 21:35

23. Filmfest SH 2019

Das 23. Filmfest Schleswig-Holstein endete mit der Verleihung von zwei Filmpreisen

Mit einem abwechslungsreichen Kurzfilmabend und anschließender Ehrung der Preisträger ging am Abend des 11. Mai 2019 das 23. Filmfest Schleswig-Holstein im ausverkauften Kino in der Pumpe Kiel zu Ende. Festivalleiter Arne Sommer blickte dieses Jahr auf einen besonders starken Wettbewerb zurück: „Von Flensburg nach Kalifornien, aus der DDR ins Moor, aus der Vergangenheit in die Zukunft, geflüchtet, auf der Durchreise und angekommen in 360 Grad – selten wurde für mich so deutlich, wie sehr Schleswig-Holstein mit der ganzen Welt verbunden ist, wie wichtig es ist – künstlerisch und politisch – den Kopf nicht in den Sandstrand zu stecken, sondern wach mit der Filmlinse in die Welt zu blicken.“

Der neue Gesa Rautenberg Langfilmpreis für Wettbewerbsbeiträge ab 25 Minuten wurde von einer dreiköpfigen Jury vergeben. Die künstlerische Leiterin der Nordischen Filmtage Lübeck Linde Fröhlich, die Co-Geschäftsführerin des Filmbüros Bremen und Produzentin Saskia Wegelein, sowie Filmemacher und FFSH-Publikumspreis-Gewinner 2018 Kay Gerdes entschieden sich für den Dokumentarfilm „To B or to B flat“, ein Portrait des belgischen Komponisten Boudewijn Buckinx, von der gebürtigen Kielerin Viola Rusche und Hauke Harder. Ihre Begründung lautete: „Der Preis geht an einen Film, der Verwickeltes einfach macht und uns einen Menschen und Künstler nahebringt, mit dessen Schaffen wir wahrscheinlich sonst nie in Berührung gekommen wären. Hervorragender Ton und eine klare Kamera, fast minimalistisch, dabei ausdrucksstark und humorvoll wie der Protagonist und seine Musik, begeistern.“

Die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung in Form eines Buddelschiffs wurde vom Vorstandsvorsitzenden des Preisstifters und Mit-Veranstalters Filmkultur Schleswig-Holstein e.V. Christoph Zickler übergeben. „Mit diesem Preis drücken wir unsere tiefe Wertschätzung für das Filmschaffen im Land Schleswig-Holstein aus und möchten damit zur Professionalisierung der hiesigen Filmszene beitragen. Im Gegenzug freuen wir uns jedes Jahr über Geschichten und Bilder, die uns berühren und neue Gedanken und Perspektiven eröffnen“ sagte Zickler.


Die Preisträger: (v.l.) Viola Rusche und Hauke Harder (Gesa Rautenberg Langfilmpreis), Friedrich Tiedtke (Publikumspreis Kurzfilm) (Foto: jm)
Außerdem wurde der Publikumspreis Kurzfilm SH an einen Beitrag aus dem vorangegangenen Kurzfilmprogramm verliehen. Über das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro, das auch in diesem Jahr von der PSD-Bank gestiftet wurde, konnte sich der Eckernförder Jungfilmemacher Friedrich Tiedtke mit seinem Film „Mann auf Blau“ freuen. Der Kurz-Dokumentarfilm erzählt die Geschichte des Meisterschülers Henri Haake, der seine Erfahrungen mit der Kunstwelt in einem Gemälde spiegelt. Der Vorstandssprecher der PSD-Bank Kiel eG Michael Kunkel übergab die Auszeichnung unter anhaltendem Beifall.


Stolze Preisträger, Preisstifter und Jury: (v.l.) Christoph Zickler, Michael Kunkel, Daniel Krönke, Viola Rusche, Hauke Harder, Arne Sommer, Friedrich Tiedtke, Kay Gerdes, Saskia Wegelein (Foto: Anna Rowedder)
Im Anschluss an die Preisverleihungen wurde in der Filmkultur Lounge der Abschluss des 23. Filmfest Schleswig-Holstein gefeiert.

(nach einer Pressemitteilung des Filmfests SH)